Keynote 02

Wenn alles anders kommt.

Orientierung behalten, wenn der Plan nicht mehr trägt.

Vier Triebwerke fallen aus. Ein schwerer Schaden trifft mehrere Flugzeugsysteme. Innerhalb kürzester Zeit wird aus einem Routineflug eine außergewöhnliche Herausforderung.

Was jetzt zählt: die Lage erfassen, Prioritäten setzen und als Team handlungsfähig bleiben. Zwei reale Ereignisse zeigen eindrucksvoll, wie Menschen mit Situationen umgehen, für die der gewohnte Ablauf plötzlich nicht mehr reicht.

British Airways 009: Handeln, obwohl die Erklärung fehlt.

Über Indonesien gerät eine Boeing 747 in eine Vulkanaschewolke. Nacheinander fallen alle vier Triebwerke aus. Die Ursache ist der Besatzung zunächst nicht klar. Trotzdem muss sie handeln: das Flugzeug kontrollieren, Informationen zusammenführen und beharrlich an einer Lösung arbeiten. Schließlich gelingt es, Triebwerke wieder zu starten und in Jakarta zu landen.

Die Frage für Unternehmen: Wie bleiben wir handlungsfähig, wenn wir ein Problem noch nicht vollständig verstehen?

Auch bei einem Produktionsausfall, einer technischen Störung oder einer unerwarteten Krise kann niemand darauf warten, bis jede Ursache geklärt ist. Es braucht Orientierung, klare Aufgaben und die Bereitschaft, die eigene Einschätzung laufend zu überprüfen.

Qantas 32: Wenn aus einem Problem plötzlich viele werden.

Kurz nach dem Start in Singapur erleidet ein Airbus A380 einen schweren Triebwerksschaden. Trümmer beschädigen Teile des Flugzeugs und mehrere Systeme. Die Crew muss zahlreiche Fehlermeldungen einordnen, die verbleibenden Möglichkeiten bewerten und eine sichere Rückkehr vorbereiten.

Die Herausforderung besteht darin, trotz der Vielzahl an Problemen das Gesamtbild zu behalten: Was ist jetzt entscheidend? Was kann warten? Wer übernimmt welche Aufgabe?

Die Frage für Unternehmen: Wie verhindern wir, dass uns die Menge der Probleme den Blick auf das Wesentliche nimmt?

Ob in Produktion, Projektgeschäft oder Unternehmensführung: Wenn alles gleichzeitig Aufmerksamkeit verlangt, werden Prioritäten, Aufgabenverteilung und ein gemeinsames Lagebild entscheidend.

Was Ihr Unternehmen daraus mitnehmen kann

Georg Bernhofer verbindet diese außergewöhnlichen Ereignisse mit Situationen, die Führungskräfte und Teams aus ihrem eigenen Arbeitsalltag kennen:

  • Orientierung schaffen: Fakten von Vermutungen unterscheiden und ein gemeinsames Verständnis der Lage entwickeln.

  • Prioritäten setzen: Erkennen, was sofortiges Handeln verlangt und was zunächst warten kann.

  • Zusammenarbeit organisieren: Aufgaben klar verteilen und Informationen gezielt zusammenführen.

  • Anpassungsfähig bleiben: Entscheidungen überprüfen, wenn neue Erkenntnisse die Lage verändern.

Eine Keynote über Ruhe ohne Stillstand, klare Entscheidungen ohne vollständige Gewissheit und Teams, die auch unter Druck gemeinsam handeln.

Denn gute Zusammenarbeit zeigt sich besonders dann, wenn der ursprüngliche Plan nicht mehr funktioniert.

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